Die entscheidenden Schritte zur Erfindung des CT wurden 1967 vom
Physiker G.N. Hounsfield gemacht, nachdem der österreichische
Mathematiker J. Radon bereits 1917 festgestellt hatte, dass
ein zwei- oder dreidimensionales Objekt aus einer unendlichen Anzahl
seiner Projektionen eindeutig rekonstruierbar ist. Das erste CT-Bild
eines Menschen wurde 1971 erstellt.
Im Prinzip stehen sich auf einem beweglichen Ring ein Röntgenstrahler
und ein Detektorensystem gegenüber. Im Zentrum dieses Ringes
liegt der Patient mit seinem zu untersuchenden Organ bzw. Körperabschnitt.
Durch Absorption beim Durchtritt durch den menschlichen Körper
wird die Röntgenstrahlung geschwächt und dann vom Detektorensystem
registriert, verbunden mit einer punktgenauen räumlichen Zuordnung
der Schwächungswerte. Vereinfacht werden während einer
360 Grad-Drehung des CT-Systems die Rohdaten einer Schicht aufgenommen
und durch einen aufwendigen Rechenprozess zum fertigen Bild
rekonstruiert.
Die erste Gerätegeneration war noch auf die Untersuchung von
Köpfen beschränkt. Heute können mit Geräten
der sog. vierten Generation Untersuchungen des ganzen Körpers
durchgeführt werden. Die wichtigste Entwicklung der letzten
Jahre ist das Spiral-CT, das eine lückenlose Darstellung der
Untersuchungsregion erlaubt.
Die Vorteile der Computertomographie (CT) sind:
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Überlagerungsfreie Darstellung verschiedener Organe und
Gewebe mit hoher räumlicher Auflösung.
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Erkennbarkeit kleinster Absorptionsunterschiede in der Weichteildiagnostik.
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Höchste räumliche Auflösung in der Knochendiagnostik.
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Quantitative Auswertung aufgrund messbarer Dichtwerte.
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Nachverarbeitung wie Sekundärrekonstruktionen in anderen
Raumebenen oder 3D-Darstellungen.
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Ein CT dauert je nach Untersuchungsregion und Fragestellung etwa
10 - 25 Minuten.
Ein nicht unwesentlicher Teil der Computertomographien wird mit
einer Kontrastmittelgabe verbunden, um krankhafte Prozesse besser
erkennen zu können.
Orale barium- oder jodhaltige Kontrastmittel
werden in der letzten Stunde vor Untersuchungsbeginn getrunken und
kontrastieren bei Untersuchungen des Bauchraums oder innerer Organe
den Magen-Darm-Trakt - die Patienten sollten zu solchen Untersuchungen
nüchtern erscheinen.
Intravenöse jodhaltige Kontrastmittel
führen zu einer verbesserten Darstellung der Blutgefäße
sowie zur Kontrastierung von Tumoren oder sonstigen krankhaften Organveränderungen.
Vor der intravenösen Gabe jodhaltiger Kontrastmittel
sind folgende Kontraindikationen zu beachten:
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Eine Überfunktion
der Schilddrüse ist auszuschließen.
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Intravenöse Kontrastmittel
dürfen bei relevanten Nierenfunktionsstörungen in der
Regel nicht verabreicht werden.
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Metformin-haltige Antidiabetika müssen 2 Tage
vorher abgesetzt und dürfen erst 2 Tage nach der intravenösen
Gabe des jodhaltigen Kontrastmittels wieder eingenommen werden.
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Des Weiteren darf keine Allergie
gegen Jod vorliegen (absolute Kontraindikation).
Grundsätzlich sollte eine Schwangerschaft
vor der Computertomographie ausgeschlossen werden.