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Häufige
Fragen
Was
heißt eigentlich MR / MRT ?
Ein
Kernspintomograph, oft nur kurz MRT oder MR genannt (für magnetic
resonance tomograph) ist ein Gerät zur Herstellung von überlagerungsfreien
Schnittbildern mit beliebiger Orientierung aus allen Bereichen des
Körpers. Bei dieser Untersuchungstechnik werden keine Röntgenstrahlen
eingesetzt sondern die Bilder werden aus elektromagnetischen Signalen
berechnet, die aus der Wechselwirkung von Atomkernen in einem starken
Magnetfeld resultieren.
Das Prinzip der Magnetresonanz bzw. Kernspinresonanz wurde von den
Physikern F. Bloch und G. M. Purcell schon im Jahre 1946 entdeckt,
für ihre Forschungstätigkeit erhielten die beiden Wissenschaftler
1953 den Nobelpreis.
Ist
eine Kernspin-Untersuchung schädlich ?
Die
Kernspin-Untersuchungstechnik ist zwar immer noch eine relativ junge
Methode, man kann jedoch mittlerweile auf ca. 20 Jahre Erfahrung
zurückgreifen. Bei einer Kernspin-Tomographie wirken elektromagnetische
Wellen auf den menschlichen Körper ein, jedoch wählt man
in der Medizin den Energie-Level so gering, dass Schädigungen
nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht eintreten und bei korrekter
Durchführung der Untersuchung bis heute auch nicht bekannt
sind.
Warum
muss denn die "Röhre" so eng sein ?
Die
Bildqualität hängt in hohem Maße von der Homogenität
(Gleichmäßigkeit) des Magnetfeldes im Untersuchungstunnel
ab. Je weiter der Tunnel ist, desto schwieriger ist es, im Innern
ein ausreichend homogenes Magnetfeld herzustellen. Durch aufwendige
Bauelemente, die die Homogenität verbessern, versuchen die
Hersteller von MR-Geräten einen möglichst guten
Kompromiss
zwischen Patientenkomfort (weiter Tunnel) und Bildqualität
(hohe Homogenität) zu erreichen. Das ideale offene Gerät
mit optimaler Bildgebung gibt es heute leider noch nicht, da die
physikalischen Gesetzte bisher nicht "überlistet"
werden konnten.
Bei
dieser Untersuchung muss man oft lange warten. Kann
man die Termine nicht besser planen ?
Eine
absolut berechtigte Frage. Wir geben uns Mühe, allen Bedürfnissen
gerecht zu werden. Wie Sie schon oben gelesen haben, gibt es zu
jeder Untersuchung gewisse Unwägbarkeiten. Patienten mit Platzangst
erfordern von uns oft zusätzliche Aufmerksamkeit und Zeit.
Ferner ergibt sich der genaue, von einer gezielten Fragestellung
abhängige Untersuchungsaufwand meistens erst in unserer Praxis
aus dem Überweisungsschein und aus der Beantwortung unseres
Fragebogens. Unser Stil ist es nicht, nur zur Einhaltung der Termine
wichtige diagnostische Fragen offen zu lassen. Außerdem ist
es für uns selbstverständlich, dass wir akute Notfälle
bevorzugt untersuchen und bei Bedarf auch in unseren Terminplan
einschieben.
Leider
kommt es ab und an zu Wartezeiten für unsere Kernspin-Patienten.
Wir versuchen diese zu minimieren so gut es geht. Noch wichtiger
ist für uns auch in Ihrem Interesse, dass die Untersuchungen
optimal sowie korrekt und vollständig durchgeführt werden.
Niemand in unserer Praxis lässt Patienten absichtlich
lange warten. Je länger Ihre Wartezeit, desto größer
ist auch der "Stress" auf Seiten unserer Mitarbeiter/innen,
weil wir Ihnen Wartezeiten zumuten müssen, die Ihre Laune nicht
gerade verbessern.
Wenn
bei Ihnen eine MR-Untersuchung vorgesehen ist, so bitten wir sie
deshalb vorab für Ihr Verständnis für eventuell auftretende
Wartezeiten.
Wie
verläuft eine MR-Untersuchung ?
In
unserem radiolog. Institut erhält jeder MR-Patient bei der
Annahme in der Anmeldung zunächst einen Aufklärungsbogen
bzw. einen Fragebogen zu seiner aktuellen Symptomatik und den persönlichen
Besonderheiten. Wenn die Patienten aus dem Wartebereich zur Untersuchung
aufgerufen werden, fragen unsere Assistentinnen in der Regel die
wichtigsten Aspekte noch einmal mündlich ab. Sollten noch Fragen
offen geblieben sein, werden die Assistentinnen oder ggf. auch der
zuständige Arzt diese bestmöglich beantworten. Die Patienten
werden dann in den Umkleidekabinen gebeten, alle Metallteile (Uhr,
Schmuck, Hörgerät, Insulinpumpe, Hosenträger, Gürtelschnalle
und ggf. auch die Zahnprothese) abzulegen. Erst dann kann der Untersuchungsraum
mit dem MR-Gerät betreten werden.
Hier
wird der Patient auf einer Liege positioniert und je nach dem zu
untersuchenden Körperbereich gelagert und vorbereitet. Je nach
Art der Untersuchung und Körperregion wird häufig noch
eine spezielle Spule ("Antenne") um den zu untersuchenden
Körperbereich angebracht. Eine Kopfspule z.B. hat eine entfernte
Ähnlichkeit mit einem zu groß geratenen Motorradhelm.
Oft
ist es nötig, eine Verweilkanüle als venösen Zugang
anzulegen, damit später Kontrastmittel appliziert werden kann,
ohne die Untersuchung zu unterbrechen. Selten und nur bei Bedarf
verabreichen wir den Patienten nach Rücksprache ein Beruhigungsmittel.
Dann
wird der Patient in den Untersuchungstunnel des Gerätes, wo
das Magnetfeld am homogensten ist, hinein gefahren. Immer wieder
hören wir "Schauergeschichten" von der schrecklichen
"Röhre". Jedoch: der Untersuchungstunnel ist auf
beiden Seiten geöffnet, er ist innen beleuchtet und wird gut
durchlüftet. Per Fernsehkamera wird der Patient zu jedem Zeitpunkt
der Untersuchung überwacht. Die Patienten halten eine Art Klingelknopf
in der Hand, mit dem sie sich bemerkbar machen können. Außerdem
gibt es zwischen dem Patienten und der Assistentin eine Sprechanlage.
Während
der Mess-Sequenzen macht das MR-Gerät Geräusche. Abhängig
von der jeweiligen Sequenz ist das ein sonores Brummen bis zu einem
lauten Klopfen. Meistens wird das Geräusch nur kurz als unangenehm
empfunden und dann aufgrund seiner Monotonie gar nicht mehr wesentlich
wahrgenommen. Unsere Patienten erhalten vor der Untersuchung Ohrstöpsel
bzw. einen Kopfhörer. Wir haben allerdings auch schon erlebt,
dass Patienten während der Untersuchung eingeschlafen
sind. Wenn die Untersuchung beendet ist, wird der Patient von einer
Assistentin wieder aus dem Gerät herausgefahren.
Besonders
wichtig ist, dass die Patienten während der gesamten Untersuchungszeit
möglichst still liegen. Eine kleine Bewegung, ein kurzes Kratzen
oder ein Zurechtlegen während einer Mess-Sequenz kann die
bei dieser Sequenz berechneten Bilddaten unbrauchbar machen. Meist
muss dann die gesamte Messung wiederholt werden. Das kostet
Zeit, die der Patient länger im Gerät liegen muss.
Leider müssen dadurch auch die nachfolgenden Patienten länger
warten.
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